Christus, meine Zukunft

Düsseldorf, 21.05.2009

Christi Himmelfahrt ist ein beliebter Feiertag - jedes Jahr beschert er ein verlängertes Wochenende im Frühling. Das macht kreativ: Waldwanderungen, abendliche Feiern und schon lange Zeit aufgeschobene Gartenarbeiten sind Pflichtprogramm. Doch wir als Jugend unserer Gemeinde hatten dieses Jahr etwas anderes vor.

Für 40.000 junge Geschwister und ihre Jugendleiter war der 21.Mai 2009 ein roter Tag im Terminkalender: Beginn des ersten Europäischen Jugendtags der Neuapostolischen Kirche in  Düsseldorf. Und endlich ging es los. Als wir uns am Morgen in die Autos setzten, brauchten wir zeitweise noch Regenschirme. Doch in unseren Quartieren angekommen, strahlte die Sonne mit uns schon um die Wette. Untergebracht waren wir entweder bei Gastfamilien in Düsseldorf und Umgebung oder direkt am Ort des Geschehens: in den Hallen auf dem Messegelände. Nachdem sich alle Teilnehmer provisorisch eingerichtet hatten, boten Begrüßungsgottesdienste Gelegenheit, zum ersten Mal Jugendtagsluft zu schnuppern - der größte fand für die Hallenschläfer mit Stammapostel Wilhelm Leber statt. Die Erwartungen an das folgende Wochenende stiegen weiter ... ab jetzt herrschte kollektiver Schlafentzug.

Freitag Morgen ging es dann schon wieder recht zeitig aus den Betten oder Schlafsäcken. Denn um 11 Uhr füllten alle Angereisten zum ersten Mal die LTU Arena, um den ersten Europäischen Jugendtag der NAK zu eröffnen. Der Stammapostel ermutigte in seiner Ansprache alle Teilnehmer, die geballte Kraft der Jugend an diesem Wochenende spürbar werden zu lassen und einander offen zu begegnen. Christus, meine Zukunft - dieser Leitspruch sollte das Wochenende prägen und dann auch den Alltag der Jugend erreichen. Und das war auch der Startschuss für das reichlich gefüllte Programm, das wir unseren Guides entnehmen konnten. Das Angebot war groß: So stellten sich die Gebietskirchen mit eigenen Ständen vor. Vom „kleinen" Brandenburger Tor bis zu kreativen Stühlen, die einen „Platz im Süden" garantierten, zeigte sich eine bunte Vielfalt der Regionen. Andere Hallen boten Platz für spannende Podiumsgespräche und bunte Konzerte. Doch das war noch nicht alles für den Freitag: gegen 21 Uhr wurde es nämlich still auf dem Messegelände. Die LTU Arena wartete wieder auf uns. Die Night of Lights (Nacht der Lichter) begann. Sie war ein emotionaler Höhepunkt des Wochenendes. Ein spektakuläres und zugleich gefühlsstarkes Konzert zeigte die beeindruckende Vielfalt der Musik in unserer Kirche. Eine Botschaft stand im Mittelpunkt: Lass dein Licht leuchten! Für die Gänsehaut und Begeisterung in der Arena gab es dann ein Bild, das uns noch lange begleiten wird: Jeder Jugendliche hatte ein kleines blaues Lämpchen bekommen und so strahlten in der verdunkelten Arena 40.000 Lichter. Zum Ausklang des Abends gab es dann noch eine Jazznight, die bis in den Samstag hineinreichte.

Der nächste Tag gab dann Gelegenheit, die Fülle der Stände, Vorträge, Diskussionen und Konzerte noch weiter auszuschöpfen. In einem Podiumsgespräch stellte sich auch der Stammapostel den Fragen einiger Jugendlicher. Er zeigte Verständnis für Kritik und manchen Zweifel, der gerade in der Jugend auch zur Tiefe des Glaubens gehöre. Doch er machte deutlich, dass Zweifel keine Haltung zum Werk Gottes werden darf. Viele Tausend Teilnehmer bekamen so Impulse für ihr Glaubensleben. An diesem Tag traten auch viele Jugendliche unserer Gemeinde auf die Bühne. Wir gestalteten den 42. Psalm musikalisch. Der Abend klang dann mit einer Andacht aus und die Vorfreude auf den Höhepunkt des Jugendtages wuchs. Der große Abschlussgottesdienst stand unmittelbar bevor.

Sonntag 10 Uhr war dann die LTU Arena mit fast 50.000 Gläubigen gefüllt und das Eingangslied schallte über die voll besetzten Ränge. Alle Teilnehmer dieses Gottesdienstes fanden tiefen inneren Frieden und wurden von den Worten des Stammapostels und der Bezirksapostel bewegt. Streckt euch aus nach dem, was vorne ist! Das war die Aufforderung an die Jugendlichen, die weit über den Sonntag hinauswies. Wir sollten uns nach vorn wenden zum Willen Gottes und uns hinausstrecken über irdische Ziele und Vorstellungen zum Vorbild Jesus Christus. Auch das Erleben der überwältigenden Gemeinschaft beim Heiligen Abendmahl vermittelte große Eindrücke der Geborgenheit und Freude. Als dann ein Chor der Zehntausenden „Der Herr ist mein Licht" sang, war die ehrliche Begeisterung in der Arena greifbar. Dieser Gottesdienst war ein klarer Wegweiser für unseren Glauben.

Das war das Ende des Europäischen Jugendtags, der Durchbrüche und persönliche Begegnungen brachte. Die Perspektive steht nun in uns: Jesus, meine Zukunft!

D.v.B.

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