Ersthelferkurs in der Kirche Wernigerode

Wernigerode, 14.03.2009

An aktiver Nächstenliebe interessierte Gemeindemitglieder aus Wernigerode, Ilsenburg, Blankenburg und Elbingerode trafen sich am Samstag, dem 14.03.2009 um 9 Uhr in der Kirche in Wernigerode. Frau Elsner vom Deutschen Roten Kreuz hatte sich bereit erklärt, die neuesten Regeln der ersten Hilfe für Laien zu schulen. Für viele war es nicht der erste Kurs dieser Art. Jedoch war manches nach Jahren oder Jahrzehnten ohne aktive Anwendung in Vergessenheit geraten.
Die Gruppe von 28 Teilnehmern wurde zunächst im richtigen Umgang mit verletzten oder hilfsbedürftigen Personen unterwiesen. Die erste praktische Übung zeigte den richtigen Umgang mit hilflosen Personen, welche mit Hilfe des Rautek-Rettungsgriffes leicht getragen werden können. Praktisch anwendbar ist dieser Griff beispielsweise bei ohnmächtig gewordenen Gottesdienstteilnehmern, die so aus der Bankreihe herausgetragen werden können. Weitere Punkte waren das Hochlegen der Beine bei Schockzuständen und die vereinfachte Version der stabilen Seitenlage. Sie verhindert bei bewusstlosen Personen das Ersticken an Erbrochenem und erleichtert die Atmung des Bewusstlosen.Danach wurde das Verhalten bei Fahrzeugunfällen und das Absetzen eines Notrufs behandelt. Die 5 wichtigen "W-Fragen" bei einem Notruf sind:

Wo geschah es?
Was geschah?
Wie viele Personen sind betroffen?
Welche Art der Erkrankung/Verletzung liegt vor?
Warten auf Rückfragen!

Die erste Hilfe bei fehlender Atmung und Herzstillstand war ein weiterer Bestandteil des Lehrgangs. An einer Übungspuppe konnte die Herzdruckmassage von den Teilnehmern geübt werden.

Dreißig kräftige Herzmassagen sorgen dafür, dass das Blut im Menschen weitertransportiert wird.
Zwei darauf folgende Beatmungen bringen frischen Sauerstoff in die Lungen.

Die kurze Vorstellung eines modernen automatisierten, externen Defibrillators zeigte, wie auch Laien mit moderner Technik bei einem Herzstillstand helfen können. Zum Schluss wurde der Umgang mit Verletzungen, wie zum Beispiel Schnitt- oder Brandwunden gezeigt. Dazu wurden von den Teilnehmern Druckverbände fachgerecht angelegt.
Um 12:30 Uhr endete die Veranstaltung mit kräftigem Beifall für die professionelle Durchführung und die helfenden Hände, die diese Schulung möglich und angenehm gemacht haben.

J.H., S.B.

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