Besuch aus den „Schuhkarton-Gemeinden“

Wernigerode, 13. Dezember 2014

In Verbindung mit dem Internationalen Kirchentag in München im Sommer 2014 entstand die schöne Idee, dass jede Gemeinde einen Schuhkarton mit etwas füllt, das sie treffend darstellt oder symbolisiert. Von dieser Idee ließ sich auch unsere Gemeinde anstecken und so wurden eifrig Berichte geschrieben, kleine Präsente gesammelt und alles liebevoll in einem Schuhkarton verstaut. Nach dem IKT wurde es spannend. Wer hat unseren Schuhkarton bekommen? Wessen Schuhkarton haben wir erhalten? Schnell waren diese Fragen beantwortet, erste Kontakte geknüpft und Bekanntschaften geschlossen. Wernigerodes Altstadt ist weithin bekannt und der Weihnachtsmarkt unserer Stadt sehr beliebt. Was liegt näher, als unsere liebgewonnenen Freunde nach Wernigerode einzuladen? Die Sänger der Gemeinde Berlin-Lichtenrade machten sich am 13. Dezember auf den Weg, um den Herkunftsort des Schuhkartons näher kennen zu lernen.

Auch die Geschwister der Gemeinde Fürstenberg, deren Karton an uns ging, wurden herzlich nach Wernigerode eingeladen. Pünktlich um 10 Uhr rollte der Bus aus Berlin auf unser Kirchengrundstück. Kurz zuvor trafen die Geschwister aus Fürstenberg ein und es gab eine herzliche Begrüßung und viel zu berichten. Gemeinsam mit interessierten Geschwistern unserer Gemeinde sangen wir Gott zur Ehre einige Weihnachtslieder mit Orgelbegleitung. Im Nebenraum war ein reichhaltiges Buffet aufgebaut und lud zu Stärkung ein. Gemeinsam machten wir uns dann auf dem Weg zum Schloss. Gott war uns gnädig, denn nach den stürmischen, regnerischen Tagen zuvor durften wir an diesem Samstag ruhiges Herbstwetter haben. Der Blick über die Schlossmauer eröffnete das schöne Bild des Harzvorlandes, doch Brockenkuppe suchten wir vergeblich. Sie hatte sich dezent in Wolken gehüllt. Unser bewährter Wanderführer Eberhard Braune tauchte mit uns in die interessante Vergangenheit unserer Stadt ein. Plötzlich kam etwas Aufregung auf. Der Brocken gab für einen Moment den Blick auf seine Kuppe frei, sodass Fotos gemacht werden konnten. Alsbald ging es auf Schusters Rappen hinunter in die festlich geschmückte Stadt. Auf dem Weg dorthin warfen wir noch einen kurzen Blick in das Hexenstübchen. An den Resten der alten Stadtmauer verweilten wir noch einen Augenblick und wurden erneut in die Vergangenheit der Stadtgeschichte geführt. Dann war es endlich soweit. Wir erreichten den Weihnachtmarkt mit seinen verführerischen Düften und den lockenden Angeboten. Der geschmückte Weihnachtsbaum an der Treppe des Rathauses wurde zum Treffpunkt gekürt. Bevor jeder nach Lust und Laune den historischen Stadtkern entdecken konnte erkundeten  wir unter fachkundiger Leitung noch einmal das Umfeld des Rathauses. Dabei entdeckten wir auch das schiefe Haus, welches sicher keinen Vergleich zu Pisa scheuen muss. Nach ausgiebigen Exkursionen durch unsere interessante Stadt trafen wir uns zur vereinbarten Zeit vor dem Rathaus wieder. Nach einer kurzen Kräftigung traten unsere Besucher die Heimreise an. Mit dem einmütigen Bekenntnis „Das machen wir mal wieder“ freuen wir uns auf zukünftige  Begegnungen. 

RK/SJ

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