Liebe zu Gott, seinem Sohn und dem Nächsten

Kirche Wernigerode, 19. Februar 2014

Am Mittwoch, dem 19. Februar besuchte Bischof Lothar Petereit die Gemeinde Wernigerode. Er legte seinem Dienen das Wort aus Lukas 10, Vers 27 zugrunde: Er antwortete und sprach: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst.“

Dieses Gebot der Liebe richtet sich mit seiner Einleitung „Du sollst“ als eine klare Aufforderung an uns. Da stellt sich die Frage, warum und wofür wir unseren Gott lieben sollen? Lasst uns Gott lieben, weil er uns zuerst geliebt hat, ehe der Welt Grund gelegt war (Eph.1,4), für das, was er uns gegenwärtig an Hilfe, Kraft und Zuwendung schenkt und was er in Zukunft noch tun wird.

Wer Gott liebt, liebt auch seinen Sohn. Was ist an Jesus liebenswert? - seine Art und sein Wesen. Der Bischof hob dabei 4 Wesenszüge Jesu Christi hervor:

  • Jesus liebte alle Menschen bedingungslos und ohne Vorbehalte. Dies bewies er u.a. in seinem Besuch beim Zöllner Zachhäus, wovon ihn auch gesellschaftliche Missachtung nicht abhielt.
  • Der Ehebrecherin oder auch dem Schächer am Kreuz zeigte er sich gnädig.
  • Die Fußwaschung seiner Jünger war ein klarer Beweis seiner demütigen Haltung.
  • Und letztlich war er dankbar seinem Vater gegenüber. Vor der Speisung der 5.000 dankte er Gott auch für das Wenige, was an Speisen zusammengetragen wurde.

Was bedeutet dies für uns mit Blick auf die Liebe zum Nächsten?

Auch unser Nächster braucht bedingungslose Liebe und Zuwendung ohne Vorbehalte. Dabei mögen unterschiedliche Meinungen eine untergeordnete Rolle spielen. Paulus gibt im Römerbrief den Rat, einander anzunehmen, wie Christus uns angenommen hat. (Röm.15,7) Sich dem Anderen gnädig erweisen und in Demut zu begegnen führte Paulus im Philipperbrief mit den Worten weiter: "in Demut achte einer den andern höher als sich selbst." (Phil.2,3)

Und auch wir wollen wie Jesus vor der Speisung der 5.000, mit Dankbarkeit auf das blicken, was wir empfangen haben, auch wenn es wenig erscheint. Mögen wir die Glaubenserfahrung machen, dass der Herr unser Auskommen segnet.

Abschließend schlug der Bischof noch einen Bogen zum Leitwort unseres Stammapostels für das Jahr 2014 und rief uns auf, in dieser so beschriebenen Liebe ans Werk zu gehen.

SJ

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