Der Weg zum Heil

Gottesdienst mit Apostel Korbien, 10. Juli 2013

Am Mittwoch, dem 10. Juli besuchte Apostel Jens Korbien die Gemeinde Wernigerode. Er legte dem Gottesdienst das Wort aus 1. Thessalonicher, Kapitel 5, Vers 9 bis 11 zugrunde: „Denn Gott hat uns nicht bestimmt zum Zorn, sondern dazu, das Heil zu erlangen durch unseren Herrn Jesus Christus, der für uns gestorben ist, damit, ob wir wachen oder schlafen, wir zugleich mit ihm leben. Darum ermahnt euch untereinander und einer erbaue den anderen, wie ihr auch tut."

Der Chor leitete den Gottesdienst mit dem Lied nach dem 86. Psalm „Herr sei mir gnädig" (CM 135) ein. Mit Blick auf das verlesene Bibelwort verwies der Apostel auf den darin besungenen Weg als den Weg zum Heil, zur Erlösung, zur Freiheit und zum Frieden und schließlich zur Gemeinschaft mit Gott in Ewigkeit.

 Denn Gott hat uns nicht bestimmt zum Zorn, ...

Manche Zulassungen in Form harter Schicksalsschläge können Gott durchaus als einen zornigen und strafenden Gott erscheinen lassen. Mögen wir dennoch erkennen, dass dies nicht Gottes Wille ist, sondern letztlich durch seinen Sohn das Heil und damit der Sieg über den Tod errungen werden kann.

 ... sondern dazu, das Heil zu erlangen ...

Was gilt es „heil" zu machen, was ist zerbrochen? Das Verhältnis zwischen Gott und den Menschen ist zerbrochen und soll wieder in Ordnung kommen. Eng verbunden mit dem Heil ist der Frieden. Der Apostel rief die Gemeinde auf, den Frieden mit Gott, mit sich selbst und mit dem Nächsten zu suchen. Der Friede Gottes und der Friede des Auferstandenen werden uns zugesprochen. Der Friede mit uns und unserem Umfeld, der Familie, der Gemeinde sowie am Arbeitsplatz liegt jedoch in unserer Verantwortung, wenngleich wir Gott dabei auch um Unterstützung bitten können.

In diesem Gedanken verwies der Apostel auf eine eher unbekannte Begebenheit Isaaks (1. Mose 26, 19-22). Dieser zog mit seinem Gefolge in die Gegend von Gerar und seine Knechte fanden dort eine Quelle. Nachdem sie einen Brunnen errichtet hatten, gab es Zank mit den ansässigen Hirten, denn sie beanspruchten das Wasser. Isaak gab daraufhin diesem Brunnen den Namen 'Zank' und zog weiter. Das gleiche ereignete sich ebenso an einer weiteren Stelle und Isaak nannte diesen Brunnen 'Streit'. An einer dritten Stelle konnten seine Knechte ungehindert einen Brunnen errichten und Isaak nannte diesen 'Weiter Raum' und sprach: „Nun hat uns der Herr Raum gemacht und wir können wachsen im Lande." Es bedarf also des Friedens, um Wachstum ermöglichen.

 ... wir zugleich mit ihm leben ...

Mit Christus leben bedeutet, sein Evangelium mit in den Alltag nehmen. Wir wollen uns dabei unserem Namen als neuapostolischer Christ würdig erweisen. Wer seinen Namen preis gibt, verliert den Schutz der Anonymität. Dies bewahrt jedoch vor übereilten Reaktionen, Äußerungen oder Handlungen. Mögen wir also nie vergessen, wer wir sind - ein neuapostolischer Christ.

Mit jemandem leben heißt auch, sich mit ihm auszutauschen. Werfen wir dabei einen Blick auf unser Gebetsleben. Ist es ein Katalog von Floskeln, Bitten und Sorgen oder aber eine beständige Zwiesprache, ein inniger Austausch unserer Empfindungen, Gedanken, ja auch unseres Zweifels und innerer Zerrissenheit? Wenden wir uns im Gebet an Gott und direkt an Jesus Christus und leben wir mit ihm.

 ... darum ermahnet euch untereinander und einer erbaue den anderen ...

Hier geht der Blick vom Einzelnen hin zur Gemeinde. In anderen Bibelübersetzungen ist statt von 'ermahnen' von 'trösten' oder 'ermuntern' die Rede. Die schönste Ermunterung ist ein Lob. Tragen wir untereinander zum Mut und zur Freude bei, indem wir die guten Dinge hervorheben.

Der Apostel schloss seine Predigt mit dem Aufruf miteinander verbunden zu sein, und diesen schönen Weg zum Heil zu gehen.

Bezirksältester Wolfgang Becker diente mit. Vor der Feier des Heiligen Abendmahls empfing Bruder Homann das Sakrament der Heiligen Versiegelung.

SJ / GJ

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