Gutes tun und mit andern teilen

Gottesdienst mit Apostel Jens Korbien, 07. November 2012

Am Abend des 7. November besuchte Apostel Jens Korbien die Gemeinde Wernigerode. Als Grundlage für den Gottesdienst diente das Wort aus Hebräer 13,16: "Gutes zu tun und mit andern zu teilen vergesst nicht; denn solche Opfer gefallen Gott."

Zunächst ging Apostel Korbien darauf ein, dass es nötig ist, wichtige Dinge vor dem Vergessen zu bewahren. Wenn diese im Laufe der Zeit aus dem Blickwinkel geraten, beeinflussen sie nicht mehr unser Handeln. Liedverse helfen, gegen das Vergessen anzugehen. Im Rückblick auf den vergangenen Gottesdienst zum Entschlafenengedenken erinnern uns solche Tage daran, "dass diese arme Erde nicht unsere Heimat ist". (GB 33)

Mit dem Liedvers "Zähl die Gaben, denke täglich dran, und vergiss im Kummer nicht, was Gott getan" (GB 214) mögen wir bei aller Bedrängnis und Sorgen an die Fülle der göttlichen Gaben erinnert werden. Hiob ist uns hierin ein großes Vorbild: Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen?“ (Hiob 2,10)

Auch im Miteinander sind wir aufgerufen, Gutes zu tun. Aber hier lehrt die Erfahrung oft, das die bisherigen guten Taten durch plötzlich eintretende Unzulänglichkeiten sehr schnell in den Hintergrund treten und nicht mehr präsent sind. Mögen wir uns bemühen in der Familie, Gemeinde und in unserem Umfeld bei Enttäuschungen und Ärgernissen das Gute hervor leuchten zu lassen, welches bisher gewirkt wurde.

Der Schreiber des Hebäerbriefes versichert uns, dass diese Opfer Gott gefallen. Opfer können vielfältig sein. Eines haben alle jedoch gemeinsam - sie sind Sache des Herzens, nicht der Pflicht. Möge es uns darum ein Herzensbedürfnis sein, Gutes zu tun und mit andern zu teilen.

Was können wir an geistigem Reichtum miteinander teilen?

  • ·Mut und Zuversicht geben uns auch in schweren Situationen des Lebens neue Kraft und Hoffnung. Diesen Zuspruch können wir untereinander teilen.
  • ·Mit dem Austausch über die erlebte Hilfe Gottes teilen wir unser Gottvertrauen mit dem Nächsten
  • ·Auch unsere Freude und Hoffnung auf die Wiederkunft Christi können wir an Bruder und Schwester weitergeben.

Wenn wir diese guten Gaben in unserem Umfeld vorleben, uns gleichermaßen davor hüten, ungute Gaben mit unseren Mitmenschen zu teilen, können wir ihnen auch Richtschnur und Vorbild im Sinn und Geist Christi sein.

In diesem Gottesdienst wurde Priester Herbert Ritter nach über 42-jähriger Amtstätigkeit in den wohlverdienten Ruhestand versetzt und Roland Kindler und Norman Lutz empfingen das Diakonenamt.

SJ, GJ

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